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Zum Thema Sucht

RUND UM DAS THEMA KIND SEIN IN EINER SUCHTBELASTETEN FAMILIE

THEMA SUCHT

Über 3 Millionen Kinder unter 18 Jahren leben derzeit in Deutschland mit alkoholkranken oder drogensüchtigen Eltern zusammen. Kinder aus Suchtfamilien sind die größte bekannte Risikogruppe für eine spätere Suchterkrankung. Etwa ein Drittel der Kinder wird im Erwachsenleben selber stofflich abhängig. Ein weiteres Drittel entwickelt psychische oder soziale Störungen. Das letzte Drittel geht einigermaßen unbeschadet aus der der belasteten Kindheitssituation hervor.

In Deutschland konsumieren über 10 Millionen Menschen Alkohol, Drogen oder Arzneimittel in gesundheitlich riskanter Weise. Über risikoarmen Konsum für gesunde Erwachsene und wichtige Trinkpausen informiert sehr informativ www.kenn-dein-limit.de.

Sehr viele Menschen in Deutschland sind betroffen. Wir leben hier in einem Hochkonsumland was den Konsum alkoholischer Getränke betrifft. Die DHS notiert die harten Fakten und gibt jedes Jahr Das Jahrbuch Sucht heraus, in dem die harten Fakten notiert sind.

Alle sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an den Folgen seiner Sucht.
Jede zweite Familie ist direkt oder indirekt von einer Suchterkrankung betroffen.
Sucht ist eine Krankheit: Die ganze Familie ist betroffen! Zudem Freunde, Arbeitskollegen und das soziale Umfeld. Vielfach verhalten sich diese Co-Abhängig zum Suchtkranken Menschen.

Über drei Millionen Kinder in Deutschland und somit fünf Kinder pro Schulklasse [30 Kinder pro Klasse] oder jedes 6. Kind leben mit einem suchtkranken Elternteil zusammen.

Kinder suchtkranker Eltern sind die größte bekannte Sucht-Risikogruppe. Ihr Risiko, als Erwachsene selber suchtkrank zu werden, ist im Vergleich zu Kindern aus nichtsüchtigen Familien bis zu sechsfach erhöht. Etwa ein Drittel dieser Kinder wird im Erwachsenenalter alkohol-, drogen- oder medikamentenabhängig. Ein Drittel sucht sich einen süchtigen Partner und lebt so die die Verhaltensmuster weiter, die schon seit frühester Kindheit erlernt wurden. Das dritte Drittel kämpft oftmals mit Depressionen, Ängsten, psychosomatischen Störungen und nichtstofflichen Abhängigkeiten. Sucht ist eine Familienkrankheit und oftmals über Generationen hinweg immer wieder Quelle von Leid und Tod. Sind Sucht und ihre Folgen für die Kinder von Suchtkranken ein unabänderliches Schicksal? Nein!

Entlastend in diesen Situationen ist oft die Einsicht in folgende Fakten:

  • Sucht ist eine Krankheit.
  • Kinder sind nicht die Ursache der Sucht ihrer Eltern!
  • Kinder können die Sucht ihrer Eltern nicht kontrollieren!
  • Kinder können die Sucht ihrer Eltern nicht stoppen!
  • Auch Kinder alkoholkranker Eltern dürfen Spaß haben und darauf achten, dass es ihnen gut geht!
  • Kinder können für sich gesunde Entscheidungen treffen, was Alkohol und Drogen angeht!
  • Kinder dürfen für sich selber sorgen, indem sie mit Menschen, denen sie vertrauen über ihre Situation reden!
Quelle: NACOA
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